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PfarrgemeindeSanta Eulàlia

Denkmal

Die Kirche Santa Eulàlia (heilige Eulalia) gehört zusammen mit Sant Miquel , Sant Jaume und Santa Ceu zu einer der vier ältesten Pfarrgemeinden Palmas.

Sie trägt den Namen der Schutzheiligen von Barcelona, die von den christlichen Eroberern aus Katalonien sehr verehrt wurde. Die seitlichen Mauern der gotischen Kirche bilden einen Kontrast zu der Hauptfassade und dem Glockenturm, die zwischen 1894 und 1903 aufgrund des Erdbebens, das Mallorca 1851 heimgesucht hatte, umgestaltet wurden.

In den Kapellen dieser Pfarrkirche gibt es Werke aus dem mallorquinischen Mittelalter wie die Tafelbilder des Weltenretters, des Salvatore Mundi ( Francesc Comes), der Dormición de la Virgen und die Retabel Santa Lucía, Santa Bárbara und San Blas. Ebenso gibt es zahlreiche Barockwerke wie das Retabel des heiligen Bartholomäus, der Piedad und des heiligen Eligius. 

Die Monumentalität dieser Kirche ist dem 13. Jh. zuzuordnen, es handelt sich um die größte Pfarrkirche der Inselhauptstadt. Das Judenviertel des Mittelalters Call Major gehörte zu dem Verwaltungsbezirk der Pfarrgemeinde Santa Eulàlia.  Das Call Major umfasste ein Gebiet, das im Norden von dem Plaça Sant Francesc und der heutigen Straße Ramón Llull Botons begrenzt wurde, im Osten von den Straßen Botons, Calders und Salom, im Süden von den heutigen Straßen Posada de Montserrat und San Alonso und im Westen von den Straßen Santa Clara und Pare Nadal.  1391 fand ein Bauernaufstand gegen die Herrschaft der Könige statt, und dieser wurde gegen die Juden gerichtet, die den schwächsten Teil der königlichen Macht repräsentierten. Auf diese Weise brach im gleichen Jahr in vielen spanischen Städten die Gewalt aus. Der Überfall auf das Call Major von Palma in der Nacht des 2. August 1391 führte zu über 300 Toten.

Viele Juden konnten fliehen, vor allen in den Norden Afrikas. Andere traten zum Christentum über, und zwar in dieser Pfarrgemeinde, und so wurde sie auch zum Schauplatz der zweiten allgemeinen Konversion im Jahr 1435.  In dieser Kirche ist in Bezug auf die Geschichte der mallorquinischen Konvertierten und Xuetes, die Nachfahren der zum Christentum übergetretenen Juden, die linke Kapelle interessant, wenn man die Kirche durch das Seitenportal betritt.

Dieses Seitenportal liegt zur Straße Santa Eulàlia, und es wird auch als das Portal der Silberschmiede bezeichnet, denn das war der Beruf, den die meisten konvertierten Juden ausübten Es handelt sich um die Kapelle der Laienbruderschaft San Eloy, des Schutzheiligen der Schmiede und Silberschmiede, dessen Symbol der Silberkrug ist, der auf dem Retabel und auf dem Marmorbodenblatte abgebildet ist. In der Kirche blieb auch die Kanzel erhalten, von der aus der heilige Vicente Ferrer predigte. Sie wird im Volksmund als L’Àngel de l’Apocalipsi (Engel der Apokalypse) bezeichnet. Das Porträt des Heiligen hängt im oberen Teil, und auf der Treppe befindet sich eine Steinplatte aus dem Jahr 1413, die an ihn erinnert.